Mein Herz hüpfte im Rhythmus zu “Manman”

Pfingsten ist zwar vorbei. Trotzdem herrscht irgendwie Pfi-La Stimmung auf dem Album von Leyla McCalla. Die Pfadi-Gitarre hat sie zwar mit dem Cello ersetzt und das Lagerfeuer mit dem schwülen Louisiana und … ach, eigentlich hat die Pfadi hier gar nichts zu suchen, sorry.

Die New Yorkerin Leyla McCalla hat ihr Album nach einem gleichnamigen Buch von Gage Averill benannt, in dem es, wenn ich das richtig verstehe, um Musik auf Haiti geht (von wo Leylas Eltern stammen). Sie kennt viele Musiker, die ein Gastständchen geben, sie spielt mehrere Instrumente und hat eine interessante Biographie. Aber ich will über Musik sprechen. Die mich berührt. McCalla hält sich kurz, ihre Message ist mehr zwischen den Zeilen zu suchen und natürlich in den sehnsüchtigen Melodien. Die trafen mich heftig, an diesem Frühsommerabend als ich Leyla zum ersten Mal begegnete, ich schwöre, mein Herz hüpfte im Rhythmus von “Manman”.

Auf dem Album sind auch Traditional Haitian songs zu finden, kein Plan, was sie da singt. Das hingegen versteh ich:

“Wake up, wake up, little sparrow. Don’t make your home out in the snow”

Es ist ein Song von Ella Jenkins und das kleine Vögelchen hat sich bei mir eingenestet, äh, genistet? Jedenfalls: So schön! Gerne hätte ich übrigens das Original hier verlinkt, aber Ella Jenkins auf youtube wird mit SVP-Werbung serviert, man kann sie nach ein paar Sekunden überspringen, aber ECHT JETZT?? Drum ein anderes Spätzli an dieser Stelle, un peu unpassend, aber hey: Dolly Parton hätte sich im Pfadilager sehr gut gemacht.

 

LEYLA MCCALLA: “A DAY FOR THE HUNTER, A DAY FOR THE PREY”, out now (JazzVillage)

Konzert: 25.7. Blueballs Festival, Luzern
11.11. La Spirale, Fribourg

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