Die nassen Füsschen sind endlich wieder trocken. Denn der Super Wednesday am Greenfield war vor allem eins: Super Wet. Bäbätsch auf der einen, Seechen auf der anderen, geteerten Seite des Flugplatzes. Dem grossen Nass war einfach nicht zu entkommen. Trotzdem begann der suprige Mittwoch sehr vielversprechend, bei Skindred zeigte sich sogar sowas wie Sonne. Skindred überzeugten wie eh und je mit ihrem eigenwilligen Musikstil (bei ihnen ertrage ich sogar Einflüsse von Reggae und Hip-Hop), nur als Festival Opener sind sie leider komplett verschenkt. Come on, Greenfield, gebt den Briten doch endlich Mal einen vernünftigen Slot. Die wilde Juliette Lewis hingegen war mir definitiv zu laut und wirkte auf der grossen Bühne etwas verloren. (Ich hab sie mal auf dem Gurten auf der Zeltbühne gesehen. Da war sie jedenfalls anderscht geil). Punkt Deftones goss es schliesslich in Strömen, nett versetzt mit ein paar Windböen, es schiffte also kreuz und quer. Ich verliess dennoch den wohlig trockenen Unterstand und meine äusserst charmanten Begleiter, weil Deftones ein paar Hits (My Own Summer! Be Quiet and Drive!) mitgebracht haben, die mich wiederum unruhig rumtigern liessen. (Ich ging allein, weil die werten Kollegen waren alles so Mimimis, uch, nass, jösses, Regen). Deftones waren geil. Oder zumindest das würdigste Konzert für einen Super Wednesday. Obwohl ich mich mit den neuen Songs immer noch nichts anfangen kann. (Bei Prayers/Triangles suchte ich dann wieder die Mimimis beim Unterstand auf. Ein grosser Fehler, wie ich mich im Nachhinein grün und blau ärgere. Natürlich nicht wegen den Kollegen, sondern weil Sänger Chino Moreno doch tatsächlich ein Schlammbad in der Menge nahm. Ich hätte mich also mit ihm im Dreck wälzen können. Oder so). Merkwürdig war der Abschluss von den Red Hot Chili Peppers. Ich frag mich ja schon längers, was mit denen los ist. Diese neuen Weichspülersongs, dann dieser seltsame Style. Vielleicht stecken sie ganz, ganz tief im Midlife-Sumpf. Allen voran Anthony Kiedis. Hipsterschnauz und Neonhöschen. Er hätte unseren Greenfield Stylecheck jedenfalls nicht bestanden.
Die Kutten
Die Band-T-Shirts
Die Schuhe
Die Bands
(Bilder: privat)
Das Greenfield dauert noch bis Samstag 11.06.2016.



















