Emozionieren mit Other Lives

Ja, lieber Jesse Tabish, irgendwann im Verlaufe des Abends haben dann auch wir den Shit as much as you gefeelt. (Other Lives hatten im Fri-son das letzte Konzert der Europa-Tournee und waren entsprechend am Emozionieren. Letzte Konzerte einer Tour sind immer einen Besuch wert, die Bands werden dann immer ganz rührselig.)

Aber bis es im guten Fri-son, wo selbst der Türsteher Luftgitarre spielt, soweit war, dauerte es, der Anfang fühlte sich an wie ein blödes Shavasana im Yoga, diese Totenstellung, wo man im besten Fall wegdriftet und im schlechtesten eine Einkaufsliste schreibt in Gedanken. Bei den ersten vier, fünf Liedern war das zweite der Fall, dabei hatten die einen ganzen Instrumentenfuhrpark aus Oklahoma angeschleppt, wunderbare Trommeln, Trompeten, Geigen, die Bühne hing voll davon.

Aber man muss Liebe geben, um Liebe zu erhalten, you get what you give. Und als Herr Jesse mit dem voluminösen Haar dem Publikum schliesslich Liebe gab,  ihm Komplimente machte, wie das nur die Amerikaner können, als die schöne Band “For 12” spielte und “As I Lay My Hair Head Down” vom letzten Album, aber auch das neue “2 Pyramids” und schliesslich als Zugabe sogar ein Nirvana-Cover (“Something in the Way”), bei dem irgendwie alles passte, fühlten wir sie dann doch. Diese guten Konzertmomente, in denen man ein bisschen stampfen und treten möchte. Weil da etwas in einen reinfährt. Und irgendwie wieder rausmuss.*

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(Bilder: Sarah/Nina)

*Ach, ich weiss, das ist jetzt wieder Pathos.

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